Mittwoch, 21. November 2012

Kuhstraße 40221


In Berlin heißt es Spätkauf, in Frankfurt Wasserhäuschen, im Ruhrgebiet Bude und im Rest des Landes Kiosk. Bei uns im Rheinland nennen wir solche Verkaufsstellen für den spontanen Bedarf geradezu liebevoll Büdchen. Die Kinder tragen ihr Taschengeld dort hin um es gegen Fußballbildchen, Eis oder Longpapers einzutauschen, die Großen nehmen im Vorbeigehen eine gekühlte Cola oder eine Tüte voll Bier mit. Was wäre der Großstädter nur ohne sein Büdchen? Jeder Rheinländer, der mal längere Zeit in der Diaspora verbringen musste, kennt dieses lähmende Gefühl der Hilflosigkeit wenn einem um 22 Uhr das Bier ausgeht und weit und breit keine Rettung in Sicht ist. Zur Not weicht man dort auf Tankstellen aus. Die sind aber nur spärlich gesät und wenn man dort mit glimmender Fluppe im Mundwinkel durch die Zapfsäulen schlendert ,kann es mitunter auch zu unangenehmen Dialogen kommen. Nee, nee.. so ein Büdchen um die Ecke ist einfach pure Lebensqualität. Vorausgesetzt, es befindet sich nicht im Dornröschenschlaf, wie das hier gezeigte Exemplar in Kappes Hamm.

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