Dienstag, 2. Oktober 2012

Königsallee 40215


Neue Allee, Mittelallee, Kastanienallee, das waren die Namen von Düsseldorfs bekanntester Straße bis König Friedrich Wilhelm IV. hier im Revolutionsjahr 1848 von Düsseldorfer Bürgern mit Pferdeäpfeln attackiert wurde. Die Revolution war letztlich nicht ganz so erfolgreich wie es sich die Exkrementwerfer erhofft hatten und nun galt es, das Königshaus wieder gnädig zu stimmen. Die Umbenennung des Boulevards in Königsallee schien da eine angemessene Geste des guten Willens zu sein. Heute hat der Düsseldorfer ein eher zwiegespaltenes Verhältnis zur Kö, steht sie doch sinnbildlich für das versnobte, neureiche Düsseldorf. Dabei tummeln sich dort hauptsächlich in die Jahre gekommene Industriellengattinnen aus Millionärsvororten wie Meerbusch oder langbeinige Russinnen auf turmhohen Absätzen, die dort von ihren Haltern Lebensabschnittsgefährten Gassi geführt werden. Abseits von alledem bleibt die Königsallee aber ein sehr ansehnlicher Ort, besonders an einem frühen Sonntagmorgen, wie hier gezeigt.

Kommentare:

  1. Gut beschrieben und ein sehr schönes Bild. Wer die Kö kennt weiß, später am Tage ist es dort voller mit der von dir gut beschriebenen Bevölkerungsgruppe...

    lg

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  2. Tja, der frühe Vogel ist auch hier mal wieder der Sieger. Siehe auch das Strandbad Lörick weiter oben.

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